Über Rasato
Zur Kulturgeschichte der Schamhaarentfernung
Rasato beschäftigt sich mit allen Aspekten der Schamhaarentfernung und Intimrasur sowie dazugehörenden allgemeinen Themen der Körperkultur und Körperpflege.
FAQs und Tipps & Tricks vermitteln fundiertes Wissen über Methoden wie Intimrasur und ›Brazilian Waxing‹; Hintergrundinformationen zur Kulturgeschichte der Schamhaarentfernung ordnen den scheinbaren ›Modetrend‹ in den Kontext historischer Ästhetikvorstellungen ein, und eine Bildergalerie illustriert die graue Theorie durch künstlerische und dokumentarische Abbildungen.
Worum geht es?
Ali andavam entre eles três ou quatro moças, bem novinhas e gentis, com cabelos muito pretos e compridos pelas costas; e suas vergonhas, tão altas e tão cerradinhas e tão limpas das cabeleiras que, de as nós muito bem olharmos, não se envergonhavam
In deutscher Übersetzung:
Unter ihnen gingen dort auch drei oder vier Mädchen [...] mit tiefschwarzem, langem Haar, das über ihren Rücken fiel, und Schamteilen, die so weit vorstanden, [doch] so zart und geschlossen waren und sauber von jeglichem Haarwuchs befreit, dass wir, obwohl wir sie sehr genau betrachteten, überhaupt keine Scham empfanden
Das schrieb Pêro Vaz de Caminha in einem Brief über die Expedition des Seefahrers Pedro Álvares Cabrals nach Brasilien im Jahr 1500 1.
Diese vor einem halben Jahrtausend verfassten Worte bringen auf den Punkt, wofür Schamhaarentfernung auch heute noch steht: makellose Schönheit, Gesundheit und Unschuld. Schönheit, weil wir einen unbehaarten Intimbereich ästhetisch und schön finden; Gesundheit, weil die Schamhaarentfernung positive Effekte auf die Intimhygiene haben kann; und Unschuld, weil die ›Scham‹ keinesfalls zum Schämen sein sollte und auch nicht verborgen werden muss.
- 1. Carta de Pêro Vaz de Caminha (1500); elektronischer Volltext; basiert auf der Ausgabe: Carta a El Rei D. Manuel, Dominus, São Paulo, 1963; maschinelle Übersetzung; alternative Ausgaben: faksimilierte Handschrift; transkribierter Text; Zitierungen: M. Elizabeth Ginway: Brazilian Science Fiction, Bucknell University Press, 2004, ISBN 083875564X, S. 56; hier in der Übersetzung von Robert Wallisch, Das Schreiben über die Entdeckung Brasiliens (1500), TFM 2001, S. 27).































































